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Diese Automarken sind auf dem Schweizer Occasionsmarkt am beliebtesten

15. September 2026 Redaktion Tankstopp 4 Min. Lesezeit
Gebrauchtwagen verschiedener bekannter Marken auf einem Schweizer Fahrzeugplatz vor See und Alpen.
Deutsche Marken dominieren das Suchinteresse auf dem Schweizer Online-Automarkt. Symbolbild: Tankstopp.

Mercedes-Benz, BMW und Volkswagen gehören zu den meistgesuchten Automarken der Schweiz. Eine grosse Comparis-Auswertung zeigt, welche Marken beim Online-Autokauf besonders gefragt sind – und warum eine beliebte Marke noch lange keine gute Occasion garantiert.

Mercedes-Benz, BMW und Volkswagen gehören zu den Marken, nach denen Schweizerinnen und Schweizer auf dem Online-Automarkt besonders häufig suchen. Die jüngste detaillierte, öffentlich zugängliche Comparis-Auswertung basiert auf 14 Millionen Fahrzeugsuchen und zeigt eine klare Dominanz deutscher Hersteller.

Wichtig ist die Einordnung: Die Comparis-Rangliste misst das Suchinteresse und nicht sämtliche tatsächlich abgeschlossenen Occasionstransaktionen. Sie zeigt aber sehr gut, welche Marken bei potenziellen Käuferinnen und Käufern besonders stark im Fokus stehen. Auch die aktuelle Darstellung der beliebten Marken bei AutoScout24 bestätigt, dass Mercedes-Benz, BMW, Audi, Porsche und Volkswagen weiterhin eine zentrale Rolle spielen.

Die fünf meistgesuchten Marken bei Comparis

  1. Mercedes-Benz
  2. BMW
  3. Volkswagen
  4. Audi
  5. Porsche

Mercedes-Benz belegte in der Comparis-Auswertung bereits zum fünften Mal in Folge den ersten Platz. Dahinter folgten BMW, Volkswagen, Audi und Porsche. Damit stammten sämtliche Marken der Top 5 aus Deutschland.

Warum diese Marken auf dem Occasionsmarkt so stark sind

Ein wichtiger Grund ist die enorme Modellbreite. Mercedes-Benz, BMW, Volkswagen und Audi decken fast jede Fahrzeugklasse ab: Kleinwagen, Kompaktmodelle, Kombis, Limousinen, SUV und leistungsstarke Allradfahrzeuge. Entsprechend gross ist auch das Angebot an gebrauchten Fahrzeugen.

Das zeigt sich aktuell bei Comparis: Auf dem Occasion-Marktplatz waren zuletzt rund 19’800 Volkswagen, 17’600 Mercedes-Benz, 16’300 BMW und 14’000 Audi ausgeschrieben. Diese Zahlen verändern sich laufend, zeigen aber, wie gross die Auswahl bei den führenden Marken ist.

Reihe verschiedener Occasionen auf einem Fahrzeugplatz vor alpiner Landschaft.
Eine grosse Auswahl erleichtert den Preisvergleich – entscheidend bleibt der Zustand des einzelnen Fahrzeugs. Symbolbild: Tankstopp.

Eine grosse Auswahl hilft Käufern – garantiert aber keinen guten Kauf

Eine starke Marke auf dem Occasionsmarkt hat für Käufer praktische Vorteile. Bei verbreiteten Modellen lassen sich Preise leichter vergleichen, Ersatzteile sind meist gut verfügbar und viele Garagen kennen typische Schwachstellen. Gleichzeitig ist die Konkurrenz unter den Angeboten gross.

Doch eine beliebte Marke ist nicht automatisch zuverlässig oder günstig im Unterhalt. Innerhalb derselben Marke können sich einzelne Motoren, Getriebe und Modellgenerationen massiv unterscheiden. Ein gepflegter BMW oder Mercedes kann eine sehr gute Occasion sein – ein vernachlässigtes Fahrzeug derselben Baureihe kann dagegen hohe Reparaturkosten verursachen.

Škoda gehört zu den auffälligen Gewinnern

Comparis nennt Škoda als einen der auffälligsten Gewinner im Fünfjahresvergleich. Die Marke erreichte Rang acht und konnte sich dort halten. Gerade in der Schweiz passen praktische Kombis und SUV mit gutem Platzangebot, vernünftigen Unterhaltskosten und breiter Motorenauswahl zu vielen Alltagsprofilen.

Auch Volvo blieb in der Auswertung in den Top 10. Tesla verbesserte sich deutlich, lag aber noch ausserhalb der ersten zehn Plätze. Comparis verwies damals unter anderem auf die noch kleinere Zahl verfügbarer Tesla-Occasionen.

Die Schweiz hat regionale Vorlieben

Die Markenvorlieben unterscheiden sich nach Region. In Graubünden lagen bei Comparis Volkswagen und Audi vorne. Im Wallis schaffte es Honda in die Top 10. In Teilen der Westschweiz war Peugeot stärker vertreten, während im Tessin Mini, Fiat und Jeep auffällig gefragt waren.

Das ist plausibel: Topografie, Allradbedarf, Händlernetz und regionale Markenstärke beeinflussen, welche Fahrzeuge gesucht werden. In Bergregionen spielen Allradmodelle und robuste Fahrzeugkonzepte eine grössere Rolle als in städtischen Gebieten.

Was Käufer aus der Rangliste mitnehmen sollten

Die Rangliste ist vor allem eine Orientierung. Eine stark gesuchte Marke bietet oft eine grosse Auswahl und erleichtert den späteren Wiederverkauf. Trotzdem sollte beim Kauf immer das konkrete Auto im Mittelpunkt stehen.

  • Servicehistorie prüfen: Rechnungen und Wartungsnachweise sind wichtiger als ein Markenlogo.
  • Bekannte Schwachstellen kennen: Motor, Getriebe und Baujahr gezielt prüfen.
  • Preis vergleichen: Bei häufig angebotenen Modellen lohnt sich der Vergleich besonders.
  • Probefahrt machen: Geräusche, Bremsen, Fahrwerk und Antrieb unter realen Bedingungen testen.
  • Unabhängige Kontrolle: Bei teureren Occasionen kann ein Check in einer neutralen Werkstatt viel Geld sparen.

Der Occasionsmarkt bleibt gross – und die Preise bewegen sich

AutoScout24 meldete für 2025 ein um 1,1 Prozent gewachsenes Gebrauchtwagenangebot. Besonders das Angebot gebrauchter SUV nahm zu. Gleichzeitig gingen die durchschnittlichen Inseratpreise bei mehreren Antriebsarten zurück.

Gebrauchte Elektroautos wurden im Durchschnitt 8,3 Prozent günstiger, Diesel-Occasionen 6 Prozent. Bei Benzinern betrug der Rückgang lediglich 0,2 Prozent. Diese Werte beziehen sich auf die durchschnittlichen Angebotspreise auf AutoScout24 und nicht auf garantierte Verkaufspreise.

Fazit: Deutsche Marken prägen den Schweizer Occasionsmarkt

Beim Suchinteresse stehen Mercedes-Benz, BMW, Volkswagen, Audi und Porsche klar vorne. Die grosse Modellvielfalt, ein breites Angebot und die hohe Bekanntheit machen diese Marken auf dem Schweizer Occasionsmarkt besonders stark.

Für Käufer gilt trotzdem: Die beste Occasion ist nicht automatisch die beliebteste Marke. Entscheidend sind Zustand, Historie, Preis und die Schwachstellen des konkreten Modells. Wer diese Punkte sauber prüft, hat deutlich mehr davon als von einer Rangliste allein.